7. Philharmonisches Konzert
Simon Gaudenz Dirigent
Iveta Apkalna Orgel
Béla Bartók
Tanzsuite Sz 77
Joseph Jongen
Symphonie Concertante für Orgel und Orchester op. 81
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Mi 23. / Do 24. Februar 2011, 20.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle
Einzelkarten 9,00/15,00/19,00/25,00/30,00/36,00 €,
ermäßigt 5,00/8,00/10,00/13,00/15,50/18,50 €
Verschmelzung der Klangkörper
Eine lettische Organistin spielte auf der englischen Orgel eines deutschen Konzertsaals ein Großwerk der flämischen Spätromantik – mit triumphalem Erfolg. Zu diesem gesamteuropäischen Gipfeltreffen kam es am 14. November 2009, als Iveta Apkalna die neue Eule-Orgel in der Philharmonie Mercatorhalle mit Joseph Jongens „Sonata Eroica“ einweihte. „Technisch perfekt und musikalisch aufregend“ jubelte damals die Rheinische Post – ein Lob, das natürlich nicht nur der mitreißenden Interpretin galt, sondern auch dem kostbaren Instrument, das ihre Virtuosität und Klangfarbenphantasie erst so recht beflügelt hatte. Nun ist Iveta Apkalna, die 2005 als erste Organistin den renommierten ECHO-Klassik-Preis erhielt, erneut in Duisburg zu Gast – und wieder mit einem Werk von Joseph Jongen, dessen „Symphonie Concertante“ (1926) die beiden Klangkörper der Orgel und des Orchesters mit hohem Raffinement verschmilzt.
Dass dies gelingt, dafür garantiert natürlich auch die kundige Hand des Schweizer Dirigenten Simon Gaudenz, der im Februar 2009 mit dem Deutschen Dirigentenpreis die höchstdotierte europäische Auszeichnung für junge Kapellmeister erhielt. Seit 2004 leitet er das Collegium Musicum Basel; zusätzlich ist er seit dieser Spielzeit Erster Gastdirigent des Odense Symphony Orchestra. Der junge Maestro beschließt den Abend mit Beethovens „Fünfter“, die übrigens keineswegs so häufig auf den Konzertprogrammen auftaucht, wie es ihre Popularität vermuten ließe – bei den Duisburger Philharmonikern stand sie zuletzt vor fünf Jahren auf den Pulten. Zur Eröffnung erklingt Béla Bartóks folkloristisch inspirierte „Tanzsuite“, die 1923 zur 50jährigen Vereinigung der Städte Buda und Pest entstand. Mit ihren rabiaten Rhythmen und grellen Dissonanzen streute sie damals allerdings ordentlich Salz in die ungarische Festtagssuppe.







