6. Philharmonisches Konzert

Axel Kober Dirigent
Julian Bliss Klarinette

Ottorino Respighi
Die Pinien von Rom
Magnus Lindberg
Konzert für Klarinette und Orchester
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Mi 02. / Do 03. Februar 2011, 20.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Einzelkarten 9,00/15,00/19,00/25,00/30,00/36,00 €,
ermäßigt 5,00/8,00/10,00/13,00/15,50/18,50 €

Bravour und Breitwandsound

Mit vier Jahren bekam er seine erste Klarinette – die war noch aus Plastik. Mit zwölf hatte Julian Bliss bereits sein Solistendiplom in der Tasche. In diesem Alter beginnen sich andere überhaupt erst für das Instrument zu interessieren. Aber an dem mittlerweile 21jährigen Briten ist ja ohnehin alles ungewöhnlich – die hohe musikalische Intelligenz, die frühe künstlerische Reife, die Zielstrebigkeit, mit der er seinen Weg geht. In Duisburg stellt er sich mit dem Klarinettenkonzert von Magnus Lindberg vor, das die besten Chancen hat, zum Repertoire-Renner zu werden: Seit seiner Uraufführung 2002 macht das effektvolle und solistisch dankbare Werk überall Furore. Der finnische Komponist war zuvor mit einer Reihe kraftvoll-muskulöser Orchesterstücke bekannt geworden, die so lakonische Titel wie „Arena“, „Feria“ oder „Joy“ tragen. Ihre Wirkung beziehen sie vor allem aus Lindbergs untrüglichem Gespür für den Orchesterklang, den er zu äußerster Brillanz und Leuchtkraft treibt. Damit ist er ein würdiger Nachfolger des italienischen Spätromantikers Ottorino Respighis, der 1924 „Die Pinien von Rom“ in einem sinfonischen Monumentalfresko darstellte – samt Zuschaltung einer echten Nachtigallen-Stimme und finalem Triumphzug auf der Via Appia.
Nach so viel Bravour und Breitwandsound ist Brahms’ zweite Sinfonie gerade das rechte Werk, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen. Zwar fand der Komponist, die Melancholie in seiner neuen Sinfonie sei nicht zum Aushalten und ihre Partitur müsse mit Trauerrand erscheinen – die Nachwelt schätzte aber gerade die heitere Gelassenheit und pastorale Stimmung des Werkes. Dieses attraktive und kontrastreiche Programm steht unter Leitung von Axel Kober, der nach Stationen in Schwerin, Mannheim und Leipzig 2009 zum Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein berufen wurde.



Axel Kober

Axel Kober, Dirigent





Julian Bliss

Julian Bliss, Klarinette



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