1. Philharmonisches Konzert
Benjamin Shwartz Dirigent
Heidrun Holtmann Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy
„Die Hebriden“ („Die Fingalshöhle“)
Konzertouvertüre op. 26
Tzvi Avni
Konzert für Klavier, Streicher, Pauken und Schlagzeug
- Welturaufführung -
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Mi 01. / Do 02. September 2010, 20.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle
Einzelkarten 9,00/15,00/19,00/25,00/30,00/36,00 €,
ermäßigt 5,00/8,00/10,00/13,00/15,50/18,50 €
Klingende Geburtstagsgabe
Tzvi Avni zählt zu den bedeutendsten israelischen Komponisten unserer Zeit. 1927 in Saarbrücken geboren, emigrierte er 1935 mit seinen Eltern nach Haifa, wo er noch heute lebt. Den mediterranen Klangreiz seiner frühen Werke hat Avni auch bewahrt, als er später Kompositionstechniken der europäischen Avantgarde übernahm. Seine Musik, die häufig von Werken der bildenden Kunst inspiriert ist, zeichnet sich besonders durch eine vitale, tänzerische Rhythmik aus. In seinem neuen Klavierkonzert, einem Auftragswerk der Duisburger Philharmoniker, entspinnt Tzvi Avni ein kunstvoll gewirktes, kammermusikalisches Netz von Beziehungen zwischen den Instrumenten. Das Werk entstand auf Anregung von Heidrun Holtmann, die eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten verbindet. Die vielfach preisgekrönte Berliner Pianistin stellt immer wieder Musik des Exils und der Emigration ins Zentrum ihrer Arbeit, Musik, die im Spannungsfeld von Freiheit und Unterdrückung entstand.
Bei der Welturaufführung seines neuen Werkes wird Tzvi Avni persönlich anwesend sein – und dabei die Glückwünsche zum 83. Geburtstag entgegennehmen, den er am 2. September feiert. Zu den Gratulanten zählt auch der junge amerikanische Dirigent Benjamin Shwartz, der in den letzten Jahren sehr erfolgreich als „Resident Conductor“ des San Francisco Symphony Orchestra wirkte. Er umgibt die Novität mit Werken zweier Komponisten, denen das Judentum weniger religiöses Bekenntnis als geistig-kultureller Hintergrund war: Felix Mendelssohn Bartholdys berühmte „Hebriden“-Ouvertüre fängt den grauen Himmel über der schottischen Inselwelt mit tönenden Lichtstimmungen ein. Naturlaute stehen auch am Beginn der ersten Sinfonie von Gustav Mahler – klingende Symbole für jenes rätselvolle Wechselspiel zwischen Mensch und Welt, das Mahlers gesamten sinfonischen Kosmos durchzieht.







