Kammerkonzerte

1. Kammerkonzert So 26. September 2010
2. Kammerkonzert So 17. Oktober 2010
3. Kammerkonzert So 21. November 2010
4. Kammerkonzert So 05. Dezember 2010
5. Kammerkonzert So 23. Januar 2011
6. Kammerkonzert So 27. Februar 2011
7. Kammerkonzert So 13. März 2011
8. Kammerkonzert So 10. April 2011
„Piano Extra“ So 22. Mai 2011
9. Kammerkonzert So 19. Juni 2011

1. Kammerkonzert

Alice Sara Ott . Bechstein-Klavierabend

Ludwig van Beethoven
Sonata quasi una fantasia cis-Moll op. 27/2 „Mondscheinsonate“
Johannes Brahms
16 Walzer op. 39
Franz Liszt
6 Consolations S. 172
6 Grandes Études d’après Paganini S. 140
Alice Sara Ott Klavier

So 26. September 2010, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Man muss bereit sein, wenn das Schicksal anklopft. Bei Musikern meldet es sich häufig mit den Worten: „Können Sie morgen für Ihren erkrankten Kollegen einspringen?“

Und Alice Sara Ott war bereit, als das Schleswig Holstein Musik Festival gleich dreimal in kurzer Zeit diese magische Anfrage an sie richtete. Und auch, als Murray Perahia 2008 in Basel absagte, rettete die junge deutsch-japanische Pianistin den Abend. Ebenso beim Klavierfestival Ruhr 2007, wo die Münchnerin für die erkrankte Elena Bashkirowa einsprang – da war sie gerade mal 18 Jahre alt, hatte bereits eine Reihe wichtiger Preise gewonnen und mit ihrer Debüt-CD nach Ansicht der Süddeutschen Zeitung eine „fulminante Visitenkarte“ vorgelegt. Ihren Einstand als Exklusiv-Künstlerin der Deutschen Grammophon gab sie mit einer hinreißenden Liszt-CD, zu der „Die Welt“ lakonisch mitteilte: „Die 21-jährige Münchnerin spielt schwersten Liszt mit Eleganz und Finesse, haut in die Tasten und wahrt doch Geschmack.“ In Duisburg, wo sie gleichfalls den poetisch-virtuosen Klavierkosmos der Romantik durchmisst, steht dazu der neue große Bechstein-Konzertflügel zur Verfügung. Dessen reiches Farbspektrum wird in jeder Spielzeit mit einem eigens konzipierten „Bechstein-Klavierabend“ besonders herausgestellt.

In Kooperation mit

Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €





2. Kammerkonzert


Schumanns Liederspiele

Robert Schumann
Spanisches Liederspiel op. 74
Minnespiel op. 101
Spanische Liebeslieder op. 138
Marlis Petersen Sopran
Stella Doufexis Mezzosopran
Werner Güra Tenor
Konrad Jarnot Bariton
Camillo Radicke Klavier
Christoph Berner Klavier

So 17. Oktober 2010, 19.00 Uhr

Philharmonie Mercatorhalle

Schumanns Liederspiele sind Juwele des romantischen Ensemblegesangs – ein „Fest der schönen Stimmen“ mit Liedinterpreten der Weltspitze.

Sie touren um den Erdball, sind als Opernsänger, Oratoriensolisten und Liedinterpreten auf den bedeutendsten Podien zu Gast. Dennoch finden Marlis Petersen, Stella Doufexis, Werner Güra und Konrad Jarnot gemeinsam mit ihren Pianisten Camillo Radicke und Christoph Berner immer wieder Zeit, gemeinsam die großen Vokalquartette der deutschen Romantik zu erkunden und dabei ihre individuellen Stimmtimbres in einem Ensembleklang von hoher Transparenz und Homogenität aufgehen zu lassen. Robert Schumanns Liederspiele mit ihrem reizvollen Wechsel von Sologesängen, Duetten und Quartetten bieten dazu reiche Gelegenheit. Für seine Aufnahme der Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms konnte das illustre Team bereits höchstes Lob der Fachpresse entgegennehmen: „Durchgängige Textverständlichkeit, winzige Dynamisierungen und artikulatorische Finessen im Klavier spiegeln den homogenen Geist, von dem dieses Musizieren. erfüllt ist.“ (FonoForum) Das Duisburger Publikum kennt die Sänger von vielen unvergesslichen Abenden in Oper, Oratorium und Konzert – als hochkarätiges Ensemble sind sie hier erstmals zu erleben.


Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €


3. Kammerkonzert

Ib Hausmann . Cuarteto Casals



Henry Purcell
Drei Fantasien à 4
Improvisationen für Klarinette solo
Wolfgang Amadeus Mozart
Quintett für Klarinette und Streichquartett A-Dur KV 581
Johannes Brahms
Quintett für Klarinette und Streichquartett h-Moll op. 115

Ib Hausmann
Klarinette
Cuarteto Casals:
Vera Martinez Violine
Abel Tomàs Violine
Jonathan Brown Viola
Arnau Tomàs Violoncello

So 21. November 2010, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Ib Hausmann spricht „klarinettisch“ – und findet dabei mühelos eine gemeinsame musikalische Sprache mit den Mitgliedern des jungen spanischen Cuarteto Casals.

Als „klarinettisch“ sprechender Pierrot gab Ib Hausmann mehr als 120 Konzerte für Kinder in der ganzen Welt. Die fesselnden Improvisationen im Grenzbereich von Neuer Musik, Jazz und Instrumentaltheater sind freilich nur eine Seite seiner schillernden Persönlichkeit: Als Solist und Kammermusiker zählt Ib Hausmann zu den wichtigsten europäischen Klarinettisten. Er hat zahlreiche hoch gelobte und preisgekrönte Aufnahmen eingespielt, darunter eine bewegende CD mit Werken aus dem KZ Theresienstadt.
Seit seiner Gründung 1997 an der Musikhochschule in Madrid hat sich das Cuarteto Casals als eines der herausragenden jungen Streichquartette etabliert und rasch internationale Anerkennung gefunden. Als „Quartet in Residence“ des Auditori de Barcelona unterhält es seit 2006 eine eigene Konzertreihe in der katalanischen Metropole. Mit den Quintetten von Mozart und Brahms widmen sich Ib Hausmann und das Cuarteto Casals zwei Gipfelwerken der Gattung: hier eine klassische Serenade voller Anmut und Grazie, dort ein wehmütiger Abgesang auf die Romantik.

Mit freundlicher Unterstützung der Peter Klöckner-Stiftung












Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €








4. Kammerkonzert


Tokyo String Quartet

Joseph Haydn
Streichquartett F-Dur op. 77/2 Hob. III:82
Béla Bartók
Streichquartett Nr. 4 Sz 91
Robert Schumann
Streichquartett A-Dur op. 41/3

Tokyo String Quartet:
Martin Beaver Violine
Kikuei Ikeda Violine
Kazuhide Isomura Viola
Clive Greensmith Violoncello

So 05. Dezember 2010, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Das Tokyo String Quartet konnte 2009 runden Geburtstag feiern – und ist 40 Jahre nach seiner Gründung unverändert auf Erfolgskurs.

Seinen Sitz hat das berühmte Ensemble freilich nicht – wie man meinen könnte – in der japanischen Hauptstadt, auch wenn die Urbesetzung des Quartetts dort ihre Wurzeln hatte. Seit seiner Gründung 1959 residiert das Tokyo String Quartet in New York; hier erarbeitet es seine Programme, von hier startet es zu seinen vielfältigen Aktivitäten rund um den Erdball. Dazu nutzt es seit 1995 eine einzigartige Instrumentenfamilie: das sogenannte „Paganini-Quartett“, vier Meisterstücke aus der Werkstatt Antonio Stradivaris, die aus dem Besitz des legendären Teufelsgeigers stammten. In Duisburg erklingen darauf drei zentrale Werke der Gattung: Am Beginn steht das letzte vollendete Quartett Joseph Haydns, der Gipfelpunkt einer mehr als 80 Werke umfassenden Serie, die für alle nachfolgenden Komponisten-Generationen Maßstäbe setzte. So wären auch Robert Schumanns Quartette in ihrer hochoriginellen Verbindung von sprödem Kontrapunkt und romantischem Melos ohne Haydn nicht denkbar. Noch in der satztechnischen Strenge und zwingenden Formgebung der sechs Bartók-Quartette ist dieses große Erbe nachweisbar.


Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €


5. Kammerkonzert


Rivinius Klavierquartett


William Walton
Klavierquartett
Thomas Blomenkamp
Toccata, Tombeau und Torso
Drei Stücke für Klavierquartett 
Auftragswerk der Duisburger Philharmoniker
Uraufführung (Zusätze in kleinerem Stich oder anderswie abgesetzt)
Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60


Rivinius Klavierquartett:
Paul Rivinius Klavier
Siegfried Rivinius Violine
Benjamin Rivinius Viola
Gustav Rivinius Violoncello


So 23. Januar 2011, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle


Wenn es so etwas wie ein musikalisches Gen tatsächlich gibt, dann ist es in der Saarländer Familie Rivinius geradezu verschwenderisch zum Einsatz gekommen.


Gleich vier Brüder der Familie haben als Musiker international Karriere gemacht: Siegfried, der älteste, ist seit 1985 erster Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker. Gustav wurde 1990 als erster deutscher Cellist beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau mit dem 1. Preis ausgezeichnet und ist heute als Hochschulprofessor in Saarbrücken tätig. Paul, der Pianist, ist Mitglied mehrerer erfolgreicher Kammermusik-Formationen und lehrt an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Benjamin, der jüngste im Bunde, ist Solobratscher der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern.
Bei so engen musikalischen Familienbanden ergibt es sich eigentlich von selbst, dass die vier auch als Kammermusik-Truppe unterwegs sind – diesmal mit Musik um Leben und Tod. Dem überschäumend vitalen Geniestreich des 16jährigen William Walton geht eines des dunkelsten Werke Johannes Brahms’ voran, das seine unglückliche Liebe zu Clara Schumann reflektiert. Der Düsseldorfer Komponist Thomas Blomenkamp schrieb sein neues Stück als Trauermusik für einen früh verstorbenen Freund.


Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €

6. Kammerkonzert

Quatuor Ebène

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett d-Moll KV 421
Alexander Borodin
Streichquartett Nr. 2 D-Dur
Ludwig van Beethoven
Streichquartett cis-Moll op. 131

Quatuor Ebène:
Pierre Colombet
Violine 
Gabriel Le Magadure Violine
Mathieu Herzog Viola
Raphaël Merlin Violoncello

So 27. Februar 2011, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

… eine Schule des Aufeinander-Hörens in jedem rhythmischen Wechsel, bei ausgefeilten Übergängen, beherzten tänzerischen Tempi und atmosphärischen Verdichtungen.“

Voller Begeisterung berichteten die Salzburger Nachrichten im August 2008 über den Festspiel-Auftritt des Quatuor Ebène, das sich in den letzten Jahren vom viel versprechenden Nachwuchsensemble zur international renommierten Spitzenformation entwickelt hat. Mittlerweile sind die Ebènes regelmäßig in den feinsten Sälen Europas, Japans und der USA zu Gast. Hier wie bei CD-Produktionen (die dritte wurde jüngst mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet) punkten sie durch Formsinn, Homogenität und ein unverwechselbar durchsichtiges Klangprofil. Und wenn sie bei ihren Zugaben Musik aus dem Kultfilm „Pulp Fiction“ oder Chick Coreas „Spain“ in raffinierten Arrangements servieren, dann versteht man auch, warum die vier frischen Franzosen mittlerweile als ‚erfolgreichste Boygroup’ innerhalb der internationalen Streichquartett-Szene gelten. In ihrem Duisburger Programm flankieren zwei Reifewerke der Wiener Klassik das zweite Streichquartett des russischen Nationalromantikers Alexander Borodin, das sich vor allem wegen seines ohrwurmverdächtigen Notturno-Satzes hoher Beliebtheit erfreut.
Mit freundlicher Unterstützung der Peter Klöckner-Stiftung

Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €

7. Kammerkonzert

Christoph Prégardien . Joseph Petric . Ensemble Pentaèdre

Franz Schubert
Winterreise D 911
Fassung für Tenor, Akkordeon und Bläserquintett von Normand Forget

Christoph Prégardien Tenor
– Artist in Residence - 
Joseph Petric
Akkordeon
Ensemble Pentaèdre:
Danièle Bourget
Flöte
Martin Carpentier Klarinette
Normand Forget Oboe
Mathieu Lussier Fagott
Louis-Philippe Marsolais Horn

So 13. März 2011, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Einen „Kreis schauriger Lieder“ – so charakterisierte Franz Schubert seinen Zyklus aus dem Jahre 1827, der in extreme Bereiche der Seelenwelt vorstößt.

Die 24 Lieder nach Texten Wilhelm Müllers haben Künstler immer wieder zur Bearbeitung angeregt. Mal ersetzte eine Bratsche den Sänger, dann ein Orchester das Klavier. Es gibt Hans Zenders „komponierte Interpretation“ und diverse Jazz-Adaptionen. Mehrfach wurde die Winterreise auf die Schauspielbühne gebracht, vertanzt, verfilmt – ein Ende dieses Prozesses der kreativen Aneignung ist nicht abzusehen. So hat Normand Forget, der Oboist des kanadischen Ensemble Pentaèdre, Schuberts Klaviersatz auf ein Akkordeon und fünf Bläser verteilt, die in unterschiedlichen Kombinationen musizieren. Das Ergebnis ist faszinierend und aufschlussreich: Es enthüllt den volksmusikalischen Urgrund der Musik, es belebt ihre verborgenen Naturlaute, es steigert ihre dramatische Spannung und existenzielle Dringlichkeit. Bereits 2007 hat Duisburgs „Artist in Residence“ Christoph Prégardien diese Version mit dem Akkordeonisten Joseph Petric und dem Ensemble Pentaèdre eingespielt – „mit großer Eindringlichkeit und exzellenter Feinabstimmung“. So urteilte die Zeitschrift FonoForum, die Forgets Bearbeitung schlicht zum „Meisterwerk“ erklärte.

Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €


8. Kammerkonzert

Christoph Prégardien . Jonathan Darlington

Robert Schumann
Drei Romanzen und Balladen op. 45 

Die beiden Grenadiere op. 49/1 
Die feindlichen Brüder op. 49/2 

Liederkreis op. 39  

Dichterliebe op. 48

Christoph Prégardien
Tenor
– Artist in Residence - 
Jonathan Darlington
Klavier

So 10. April 2011, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Das Jahr 1840 ging als „Liederjahr“ in Robert Schumanns Biographie ein. In rascher Folge entstanden mehr als 130 Gedicht-Vertonungen, etwa die Hälfte seines Lebenswerkes in diesem Genre.

Wie vielfältig in den musikalischen Charakteren, wie breit gefächert in den lyrischen Stimmungen der Ertrag dieses Jahres war, das zeigen Christoph Prégardien und Jonathan Darlington in ihrem ersten gemeinsamen Liederabend. Da ist die Schauerballade von den feindlichen Brüdern, die „Gräfin Lauras Augenfunken“ in tödlichen Streit brachte und die seither als untote Wiedergänger nächtlich die Schwerter kreuzen. Da ist die Geschichte der beiden Grenadiere aus Napoleons geschlagenem Heer, eine ätzende Satire über Untertanengeist und Vasallentreue. In ekstatische Höhen und unergründliche Tiefen der Seelenwelt führt der Liederkreis op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff. Heinrich Heines illusionsloser Blick auf Wonne und Weh des romantischen Eros wiederum inspirierte die bittersüßen Gesänge der „Dichterliebe“. Nach seiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Bariton Dietrich Henschel im März 2009 präsentiert sich der Duisburger GMD Jonathan Darlington gemeinsam mit „Artist in Residence“ Christoph Prégardien ein weiteres Mal als erfahrener und subtiler Liedbegleiter.
Mit freundlicher Unterstützung der Peter Klöckner-Stiftung

Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €

„Piano Extra“


Boris Bloch . Eduard Kiprsky

Ludwig van Beethoven
Sonate Es-Dur op. 31/3
Frédéric Chopin
Sonate Nr. 2 b-Moll op. 35


Boris Bloch Klavier


Maurice Ravel
Gaspard de la Nuit
Franz Liszt
Réminiscences de Don Juan S. 418


Eduard Kiprsky Klavier


So 22. Mai 2011, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle


Für seine „technisch wie musikalisch erstaunlich reifen Interpretationen“ (NRZ) wurde Eduard Kiprsky im Juni 2009 mit dem Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung ausgezeichnet.


Der junge russische Pianist konnte sich im Wettstreit um den begehrten Förderpreis klar gegen 21 Konkurrenten durchsetzen. 1986 in St. Petersburg geboren, absolvierte er bis 2005 ein Klavierstudium in seiner Heimatstadt und setzt derzeit seine Ausbildung bei Prof. Boris Bloch an der Folkwang Hochschule Essen Duisburg fort. Er wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, so etwa beim Prokofjew-Wettbewerb für junge Pianisten in Alma-Ata. Romantische Dämonie verbindet die beiden hochvirtuosen Werke, mit denen er sich dem Duisburger Publikum vorstellt: Liszts Paraphrase über Themen aus Mozarts „Don Giovanni“ und die tönenden Alptraumbilder in Ravels „Gaspard de la Nuit“. Boris Bloch, der aus der hohen Schule Dmitri Bashkirovs hervorging und 1978 den Bozener Busoni-Wettbewerb gewann, sekundiert u. a. mit den düsteren Friedhofsvisionen in Chopins b-Moll-Sonate.

In der Reihe „Piano Extra“ stellt jeweils ein Klavierprofessor der Folkwang Hochschule einen seiner Meisterschüler vor. Der Abend ist als Bonus im Abonnement der Kammerkonzerte enthalten, steht aber selbstverständlich allen Klavierfreunden offen.

Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €


9. Kammerkonzert

Arte dei Suonatori

Joseph Haydn
Streichquartett f-Moll op. 20/5 Hob. III:35
Sinfonie Es-Dur Hob. I:103 „Mit dem Paukenwirbel“ in der Bearbeitung von Johann Peter Salomon
Streichquartett D-Dur op. 20/4 Hob. III:34

Arte dei Suonatori:
Alexis Kossenko
Flöte
Ewa Golínska Violine
Aureliusz Golínski Violine
Anna Nowak Viola
Tomasz Pokrzywinski Violoncello
Remy Cardinale Hammerklavier

So 19. Juni 2011, 19.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle

Musik des 18. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten – für diese „authentische“ Musizierpraxis genießt das Ensemble „Arte dei Suonatori“ weit über seine polnische Heimat hinaus einen guten Ruf.

1993 von den Geigern Ewa und Aureliusz Golínski gegründet, spielt die stilkundige Truppe in flexibler Besetzung vom Streichquartett bis hin zum Kammerorchester. Ihre ersten Mitstreiter fanden die Golínskis in der aufstrebenden polnischen Szene für Alte Musik; später kamen Spezialisten aus Deutschland, England, den Niederlanden, Japan, Frankreich und Finnland hinzu. In Duisburg ist die „Kernmannschaft“ des Ensembles mit Musik von Joseph Haydn zu erleben. Den Rahmen bilden zwei der sechs Quartette op. 20, mit denen dem Komponisten 1772 der Durchbruch in „seiner“ kammermusikalischen Königsgattung gelang. Zwanzig Jahre später war Haydn in ganz Europa so populär, dass seine Werke in den unterschiedlichsten Bearbeitungen kursierten. So arrangierte sein Londoner Impresario Johann Peter Salomon die zwölf berühmten „Londoner Sinfonien“ für eine Kammerbesetzung, in der die musiksprachliche Kühnheit der Originale nicht nur sorgsam erhalten wurde, sondern sogar noch konzentrierter und schärfer hervortrat.

Einzelkarten 10,00 / 17,00 / 22,00 €, ermäßigt 5,50 / 9,00 / 10,50 €

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