Ausgezeichnet!

Artist in Residence 2010/2011

Christoph Prégardien Tenor

Das Projekt „Artist in Residence“
wird gefördert von




Christoph Prégardien zählt zu den herausragenden lyrischen Tenören unserer Zeit. Der außergewöhnlich vielseitige Sänger ist auf der Opernbühne, im Konzertfach und auf dem Liedpodium gleichermaßen profiliert; er ist ein ebenso engagierter Sachwalter der Alten wie der Neuen Musik. Seine zahlreichen CD-Einspielungen wurden vielfach ausgezeichnet, so etwa mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, dem Cannes Classical Award und dem Diapason d’Or.

„Was bei Prégardien beeindruckt, ist die Frische, die Geradlinigkeit, die technische Mühelosigkeit seines Singens“, so  die Fachzeitschrift FonoForum. Als „Artist in Residence“ der Duisburger Philharmoniker zeigt Christoph Prégardien in der Konzertsaison 2010/2011 viele Facetten seiner Kunst. Das Publikum erlebt ihn als subtilen Interpreten des romantischen Liedes, als suggestiven Gestalter dramatisch bewegter Orchestergesänge, aber auch als stilkundigen Anwalt barocker Arienkunst.

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Musikpreis der Stadt Duisburg 2010

Hans Wallat

In Verbindung mit der Köhler-Osbahr-Stiftung 


Preisverleihung durch den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg
So 07. November 2010 oder So 12. Dezember 2010, 11.00 Uhr
Wilhelm Lehmbruck-Museum

Interessierte Musikfreunde sind herzlich eingeladen!
Kostenlose Eintrittskarten nach Verfügbarkeit ab ??? im Servicebüro des Theaters Duisburg


Hans Wallat zählt zu den letzten Vertretern der großen deutschen Kapellmeistertradition. Zehn Jahre lang prägte er als Generalmusikdirektor das musikalische Profil der Deutschen Oper am Rhein. Der gebürtige Berliner erhält den Duisburger Musikpreis 2010.

Man muss eine Wagner-Aufführung unter der Leitung von Hans Wallat erlebt haben, um zu wissen, dass die „deutsche Kapellmeistertradition“ weit mehr ist als eine gängige Floskel oder ein werbewirksames Etikett. Charakteristisch für Wallats Stil sind nicht so sehr die breiten Tempi, die ihm immer wieder nachgesagt werden (oft übrigens ganz zu Unrecht!), es ist viel eher die reiche, aus der warmen Mittellage entwickelte Färbung des Klangs, der ruhig fließende musikalische Atem. Seine Aufführungen sind geprägt von einer Detailklarheit, die bis in die letzten Verästelungen der Partitur reicht und an die feinsten Nervenfasern des musikalischen Netzwerkes rührt.

Voraussetzung dazu sind Metiersicherheit, Erfahrung und Werkkenntnis, die Hans Wallat wie nur wenigen seiner Kollegen im Musiktheater zu Gebote stehen. Nach dem Studium und ersten Engagements als Kapellmeister wurde er als Generalmusikdirektor nach Bremen berufen; später wechselte er in der gleichen Position nach Mannheim und Dortmund, bis er 1986 an die Deutsche Oper am Rhein verpflichtet wurde. Zehn Jahre stand Hans Wallat dem Haus vor, das ihn im April 2009 zum Ehrenmitglied ernannt.

1968 dirigierte Hans Wallat auf Empfehlung des erkrankten Karl Böhm erstmals bei den Bayreuther Festspielen. 1970 und 1971 kehrte er mit den vollständigen Zyklen der „Meistersinger“ und des „Fliegenden Holländers“ auf den grünen Hügel zurück. Als herausragender Wagner-Spezialist dirigierte er an allen großen Häusern der Welt, so an der Metropolitan Opera New York, am Bolschoi-Theater in Moskau und der Wiener Staatsoper. Insgesamt hat er über 90 Zyklen von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ geleitet. Besonders in Erinnerung ist die Gemeinschaftsproduktion der Deutschen Oper am Rhein und der Oper der Stadt Köln in der Regie von Kurt Horres.

Axel Kober, der neue Generalmusikdirektor der Rheinoper, ist Hans Wallat an mehreren Häusern begegnet. „Überall habe ich Menschen getroffen, die mit größter Hochachtung von ihm sprachen. Sie schätzten seine Zuverlässigkeit und Souveränität ebenso wie sein dirigentisches Handwerk“, sagt Kober, der in Dortmund selbst mit ihm zusammenarbeitete. „Was ich an Hans Wallat am meisten bewunderte, war die ihm eigene Demut vor dem Werk. Er hat nie seine Persönlichkeit in den Vordergrund gespielt, sondern sich als höchst verantwortlicher Sachwalter der Kunst gezeigt.“


Der Duisburger Musikpreis wurde erstmals 1990 verliehen. Er gilt herausragenden Leistungen im Bereich der Musik und des Musiktheaters. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 EUR bringt die Köhler-Osbahr-Stiftung ein. In den vergangenen Jahren wurden bedeutende Komponisten wie Wolfgang Rihm, Hans Werner Henze, Krzysztof Penderecki, Gerhard Stäbler und Tan Dun ausgezeichnet. Auch große Interpreten wie Lord Yehudi Menuhin, Frank Peter Zimmermann, Michael Gielen , Dietrich Fischer-Dieskau und Alfred Brendel zählen zu den Preisträgern, ebenso die Opernregisseure Kurt Horres und Christof Loy sowie die Choreographen Hans van Manen und Pina Bausch. Mit Alt-Bürgermeister Josef  Krings und Anne Liese Henle wurden außerdem Personen geehrt, die sich in besonderer Weise um das Duisburger Musikleben verdient gemacht haben.

Meisterkurs 2010/2011

Pinchas Zukerman Violine
Amanda Forsyth Violoncello

In Verbindung mit der
Folkwang Hochschule
Künstlerischer Leiter: Prof. Alexander Hülshoff

Mit freundlicher Unterstützung von

„Ich wollte nie besser sein als alle anderen. Ich wollte immer so gut sein, wie ich kann.“ Das künstlerische Credo des Geigers und Bratschers Pinchas Zukerman ist auch ein pädagogisches: Musik nicht als olympische Disziplin zu betrachten, nicht als Wettbewerb darin, wer es schneller, höher oder lauter kann – sondern den Anspruch an sich selbst so klar und kompromisslos zu formulieren, dass er zur entscheidenden künstlerischen Richtschnur wird, zum Maß aller Dinge.

Pinchas Zukerman kam 1948 in der Nähe von Tel Aviv zur Welt, als Sohn polnischer Emigranten, die dem Warschauer Ghetto entkommen waren. Den ersten Unterricht erhielt er bei seinem Vater, wechselte aber bald ans Konservatorium seiner Heimatstadt und setzte seine Studien beim legendären Ivan Galamian an der New Yorker Juilliard School fort. In Deutschland wurde er nach seinem furiosen Münchner Debüt 1969 gleichsam über Nacht bekannt; die Kritik feierte ihn als „neuen Paganini“. Solche gängigen Etiketten mögen nicht viel besagen, aber tatsächlich hat Zukerman manches mit dem Wundergeiger gemein: Zum Beispiel die Neigung zur Bratsche mit ihrer hingebungsvollen, satten und warmen Alt-Lage. Oder den Drang, den Dirigenten zu beurlauben und selbst mit dem Bogen in der Hand das Orchester zu führen – was Zukerman seit langem mit großem Erfolg tut.

Seit einigen Jahren ist er oft an der Seite der Cellistin Amanda Forsyth zu erleben, die aus Südafrika stammt und gleichfalls an der Juilliard School studierte. Seit 1999 ist sie Solo-Cellistin des National Arts Centre Orchestra in Ottawa, mit dem sie auch regelmäßig als Solistin hervortritt. Es ist nicht nur eine künstlerische Beziehung, die Amanda Forsyth und Pinchas Zukerman verbindet – die beiden sind auch ein Ehepaar. Und diese musikalische und menschliche Partnerschaft gibt dem gemeinsamen Unterrichten natürlich einen besonderen Reiz.

Die Duisburger Meisterkurse wurden ins Leben gerufen, um Studierende, Mitglieder der Duisburger Philharmoniker und nicht zuletzt interessierte Konzertbesucher an den künstlerischen Erfahrungen namhafter Interpreten teilhaben zu lassen. Die im Rahmen des Meisterkurses erarbeiteten Werke werden bei einem Abschlusskonzert im Foyer des Theaters Duisburg präsentiert.



Workshops im Rahmen des Meisterkurses 2010/2011



Fr 12. bis Sa 13. November 2010, Uhrzeiten werden kurzfristig bekanntgegeben.
Wilhelm Lehmbruck Museum, Kammermusiksaal

Interessierte Musikfreunde sind herzlich eingeladen! (Eintritt frei)




Abschlusskonzert des Meisterkurses 2010/2011

So 14. November 2010, 11.00 Uhr
Wilhelm Lehmbruck Museum

Pinchas Zukerman Violine
Amanda Forsyth Violoncello

Teilnehmer des Meisterkurses
Das Programm wird später bekannt gegeben.




4. Philharmonisches Konzert

Jonathan Darlington Dirigent
Pinchas Zukerman Violine
Amanda Forsyth Violoncello

Johann Sebastian Bach
Fuga (Ricercata) zu sechs Stimmen aus „Musikalisches Opfer“ BWV 1071
in der Orchesterfassung von Anton Webern
Johannes Brahms
Quartett Nr. 1 g-Moll für Klavier, Violine, Viola und Violoncello op. 25
in der Orchesterfassung von Arnold Schönberg
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102

Mi 10. / Do 11. November 2010, 20.00 Uhr’
Philharmonie Mercatorhalle


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