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Jonathan Darlingtonwww.jonathan-darlington.de >> Biographie,
engl.
Generalmusikdirektor
Mitreißende Dynamik und ein besonderes Feingefühl für Tiefe und
Balance prägen die Arbeit von Jonathan Darlington. Seine
entdeckungsfreudigen und dramaturgisch verdichteten Programme nehmen den
Zuhörer mit auf eine musikalische Reise. Zwischen Stilen und Epochen
ebenso souverän pendelnd wie zwischen Sprachen und Kontinenten, kommt sein
musikantisches Können dort zur Entfaltung, wo sich Kulturen und
Traditionen begegnen.
Zwischen Duisburg und Vancouver Als
Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker und der Vancouver Opera seit
2002 sorgt Jonathan Darlington mit höchster Präzisionsarbeit und
authentischem Enthusiasmus für die stetig wachsende Qualität und
Beliebtheit beider Orchester. Mit den Duisburger Philharmonikern, deren Profil
er in den letzten Jahren entscheidend geprägt hat, dirigiert er sechs der
zwölf philharmonischen Konzerte in der Saison neben Festivalgastspielen,
Konzerttouren und Live-Aufnahmen. An der Vancouver Opera ist er in zwei
Produktionen pro Saison zu erleben sowie in Galakonzerten und den konzertanten
Opernabenden "Opera in Concert".
Jüngste Erfolge feierte er u.a.
mit der Uraufführung von Manfred Trojahns "La Grande Magia" mit der
Staatskapelle Dresden, Gustave Charpentiers "Louise" mit der Deutschen Oper am
Rhein und den Duisburger Philharmonikern sowie Tschaikowskis "Eugen Onegin" an
der Vancouver Opera. Im Herbst 2007 leitete er die zweite Konzerttournee der
Duisburger Philharmoniker zu den großen Städten Chinas, darunter
Shanghai, Beijing und Wuhan. Neben seinen Engagements in Duisburg und Vancouver
wird er 2009 und 2010 auch auf den Podien des Berliner Konzerthausorchesters,
der Warschauer Philharmoniker, sowie bei der Canadian Opera Company in Toronto
und der Opera Australia in Sydney gastieren.
In England, Frankreich
und der Welt Jonathan Darlington begann seine Karriere als Pianist und
Liedbegleiter. Nach seinem Studium an der Universität Durham und der Royal
Academy of Music in London arbeitete er als Repetitor für Radio France, wo
er bereits früh Gelegenheit hatte, mit so herausragenden
Musikerpersönlichkeiten wie Pierre Boulez (Le soleil des
eaux), Riccardo Muti (Verdis Requiem) und Olivier Messiaen
(Trois petites liturgies) zusammen zu arbeiten. Als freier Pianist,
Liedbegleiter und Repetitor arbeitete er in Frankreich und England, u.a.
für die Opéra Nancy und das Ensemble lARCAL, welches er nach
kurzer Zeit als Musikdirektor leitete. Als Mitglied des Kollegiums der
Aldeburgh School for Advanced Studies arbeitete er mit bedeutenden Sängern
wie Elisabeth Schwarzkopf, Ileana Cotrubas, Hugues Cuenod, Susanne Danco, Hans
Hotter, Janet Baker und Peter Pears zusammen.
Sein Debüt als
Dirigent feierte er 1984 am Pariser Théâtre des Champs
Elysées mit Francesco Cavallis Barockoper Ormindo. Ein
wichtiger Meilenstein in seiner Karriere war das Berlioz Festival Lyon, wo er
Serge Baudo für Les Troyens (1987) und John Nelson für
Benvenuto Cellini (1989) assistierte. 1990 engagierte Myung-Whun
Chung Jonathan Darlington als Assistenten an die Opéra Bastille in
Paris. Hier debütierte er 1991 mit Mozarts Le nozze di Figaro
in einer Traumbesetzung mit Renée Fleming und Cecilia Bartoli. Er blieb
bis 1993 in Paris als stellvertretender Musikdirektor und feierte weitere
Erfolge u.a. mit der Zauberflöte, dem Lied von der
Erde und einer Schwanensee-Produktion, die 1992 als Video
aufgezeichnet wurde.
Heute ein aufgrund seiner Vielseitigkeit inter
national gefragter Dirigent, wird Jonathan Darlington mit namhaften Orchestern
in der ganzen Welt assoziiert, darunter die Staatskapelle Dresden, das
Orchestre National de France, das Prager Rundfunkorchester, das Schwedische
Kammerorchester, das Orchestra Sinfonica del San Carlo di Napoli, das Orchestre
Philharmonique de Strasbourg, das National Orchestra of Taiwan, die Warschauer
Philharmoniker, das BBC Symphony Orchestra, das Orchestre National de
Bordeaux-Aquitaine, die English National Opera, die Sydney Opera sowie das
Berliner Konzerthaus orchester.
Engagement und Experiment
Jonathan Darlington beherrscht ein breitgefächertes Repertoire, das
sinfonische und Opernwerke vom Barock bis zur Gegenwart umspannt und
Schwerpunkte außerhalb des europäischen Mainstreams
einschließt. Sein besonderes Engagement gilt dem Zusammenführen von
zeitgenössischen Werken, die sich nicht unmittelbar erschließen, mit
bekannteren klassischen Werken, um sein Publikum mit unerwarteten
Eindrücken und Parallelen zu überraschen. Zahlreiche
Uraufführungen wie Trojahns La Grande Magia oder Kagels
Broken Chords und deutsche Erstaufführungen wie Tan Duns
Heaven-Earth-Mankind zeugen von dieser besonderen Beziehung zur
zeitgenössischen Musik.
Jonathan Darlington lebt die
Überzeugung, dass Musik live und nicht im Studio produziert werden sollte,
da das Publikum einen integralen Bestandteil des Vortrags ausmacht. Die neue
Aufnahmeserie, die in Zusammenarbeit mit dem audiophilen Label Acousence und
unter den hervorragenden akustischen Bedingungen der neuen Mercatorhalle
entsteht, spiegelt dieses künstlerische Credo wieder.
Zudem ist
Jonathan Darlington eine treibende Kraft hinter dem Medienprojekt der
Duisburger Philharmoniker, der Philharmonie 2.0, welches mit Hilfe der
interaktiven Onlinemedien Musik auf neue Weise erfahrbar machen, neue
Hörerschichten erschließen und eine größere Nähe zum
Publikum schaffen will. So trägt Jonathan Darlington regelmäßig
zum Blog der Philharmoniker, dacapo, bei und wird demnächst mit einer
neuen Website einen weiteren Brückenschlag zwischen Podium und Publikum
vollführen. Auch für das junge Publikum, das ihm besonders am Herzen
liegt, gestaltet er regelmäßig Konzerte im Rahmen von
Klasse.Klassik.
Jonathan Darlington wurde für seine vielseitige
Arbeit mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt; so wurde er zum Chevalier des
Arts et des Lettres ernannt und ist Träger des selten verliehenen
Ehrentitels eines Fellow der Royal Academy of Music, London.
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