pk-01_02_2013_raum_zeit

Reise durch Raum und Zeit

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9. Philharmonisches Konzert

Carl St. Clair Dirigent
Schlagzeugensemble:
Kersten Stahlbaum
Christoph Lamberty
Frank Zschäbitz
Steffen Uhrhan
Rafael Sars

Toru Takemitsu
„From me flows what you call time“ für fünf Schlagzeuger und Orchester
Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathetique“

Mi 01. / Do 02. Mai 2013, 20.00 Uhr
Theater am Marientor

Einzelkarten 9,00 / 15,00 / 19,00 / 25,00 / 30,00 / 36,00 €,
ermäßigt 5,00 / 8,00 / 10,00 / 13,00 / 15,50 / 18,50 €

>> Programmheft

„Ich stellte mir plötzlich vor, wie 100 Jahre Zeit durch die Carnegie Hall wehen, diesen von Menschen geschaffenen Raum voll besonderer Atmosphäre. Es war, als hörte ich die Halle durch die Risse zwischen den Zeitschichten murmeln: „Aus mir fließt, was man Zeit nennt.„So kommentierte der große japanische Komponist Toru Takemitsu Titel und Idee seines Schlagzeug-Konzerts, das 1990 zum 100-jährigen Geburtstag der New Yorker Carnegie Hall entstand. So anspruchsvoll die Partien der fünf Perkussionisten auch sind – Takemitsu schrieb weniger ein Virtuosenkonzert als eine breit angelegte, ins Rituelle ausgreifende Klangstudie von irisierender Leuchtkraft. Man muss kein ausgewiesener Kenner der Avantgarde sein, um von der hinreißenden Schönheit dieser Musik gefesselt zu werden. Die japanische Musiktradition ist hier stets gegenwärtig, aber ebenso der französische Impressionismus, dem Takemitsus orchestrale Farbpalette viel verdankt.

Mit diesem außergewöhnlichen Werk meldet sich Carl St. Clair in Duisburg zurück. Der texanische Maestro, der als Chefdirigent in Weimar und an der Komischen Oper Berlin gewirkt hat, leitete hier zuletzt im November 2011 die Welturaufführung des „Grand Concerto 4 Tubas“ von John Stevens – ein Sensations-Erfolg, der mittlerweile auch auf CD greifbar ist. Als starken Kontrast und machtvolles Gegengewicht zu Takemitsus delikater Klanglichkeit setzt er die ungeschminkte Emotionalität in Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6, der „Pathetique“. Es ist das sinfonische Vermächtnis des Komponisten, eine tönenende Lebensbeichte, die von ekstatischem Daseinstaumel in die Schwärze der Todesnacht stürzt. Übrigens war auch Tschaikowsky der Carnegie Hall seit ihren Ursprüngen verbunden – als Gaststar dirigierte er schon beim Eröffnungs-Abend am 5. Mai 1891. So schließt sich der Kreis.

Carl St. Clair Dirigent Foto: Marco Borggreve

Carl St. Clair DirigentFoto: Marco Borggreve

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