Blitzblankes Blech
Karten Mi >>Karten Do >>3. Philharmonisches Konzert
Carl St. Clair Dirigent
Melton Tuba Quartett:
Hartmut Müller, Heiko Triebener,
Jörg Wachsmuth, Ulli Haas Tuba
Erik Satie / Claude Debussy
Gymnopedies Nr. 1 und 3
John Stevens
Grand Concerto 4 Tubas
- Uraufführung -
Maurice Ravel
„Le tombeau de Couperin“
Igor Strawinsky
Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“ (Fassung von 1919)
Mi 09. / Do 10. November 2011, 20.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle
Einzelkarten 9,00 / 15,00 / 19,00 / 25,00 / 30,00 / 36,00 €,
ermäßigt 5,00 / 8,00 / 10,00 / 13,00 / 15,50 / 18,50 €
Zugegeben, wenn vier Tubisten zusammen spielen, dann denkt man eher an eine Elefantenparade als einen Chor zartbrüstiger Nachtigallen. Aber wenn die Mitglieder des Melton Tuba Quartetts zur Sache schreiten, dann verwandeln sich die massigen Dickhäuter unversehens in elegante, schwerelose Grazien. Das Melton Tuba Quartett wurde 1987 gegründet und ist bis heute das einzige Ensemble seiner Art in Deutschland. Mit seiner Mischung aus Perfektion und feinstem Brass-Sound, musikantischer Vitalität und hintergründigem Humor hat es sich fest im internationalen Musikleben etabliert. Seine Mitglieder sind hauptberuflich in großen deutschen Sinfonieorchestern tätig. Da treten sie freilich dank unbelehrbarer Komponisten eher selten in melodietragender Funktion hervor. Nicht so beim Amerikaner John Stevens, der (natürlich rein zufällig) selbst ein gefeierter Tubist ist und in seinen häufig von Jazz und Pop inspirierten Werken dem blitzblanken Blechblasinstrument endlich Gerechtigkeit widerfahren lässt. Das neue „Grand Concerto“ des 1951 geborenen Komponisten erlebt in Duisburg seine Welturaufführung.
Im Umfeld dieser saalerschütternden Premiere hält Maestro Carl St. Clair den Ball zunächst wohlweislich ein bisschen flacher. Der texanische Dirigent, der in den letzten Jahren Chefpositionen in Weimar und an der Komischen Oper Berlin wahrgenommen hat, serviert mit Werken von Erik Satie und Maurice Ravel zunächst delikate impressionistische Klang- und Bewegungsstudien. Am Ende führen dann die Wunderkräfte des kecken Feuervogels zum triumphalen Sieg über den bösen Zauberer Kaschtschei. Drei Suiten für den Konzertsaal hat Igor Strawinsky aus dem Verbund seiner genialen Ballettmusik gelöst, unter denen die zweite von 1919 die Handlung des Werkes am bündigsten zusammenfasst.

Carl St. Clair Dirigent

Melton Tuba Quartett



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