Schimmernde Farben, zersprengte Form
Karten Mi >>Karten Do >>1. Philharmonisches Konzert
Giordano Bellincampi Dirigent
Serge Zimmermann Violine
Claude Debussy
Prélude à l’après-midi d’un faune
Samuel Barber
Konzert für Violine und Orchester op. 14
Anton Webern
Sechs Stücke für großes Orchester op. 6 (Fassung von 1928)
Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
Mi 07. / Do 08. September 2011, 20.00 Uhr
Philharmonie Mercatorhalle
Einzelkarten 9,00 / 15,00 / 19,00 / 25,00 / 30,00 / 36,00 €,
ermäßigt 5,00 / 8,00 / 10,00 / 13,00 / 15,50 / 18,50 €
Von Auftrittsängsten wird Frank Peter Zimmermann nicht sehr geplagt – zumindest nicht, wenn er selbst auf dem Podium steht. Anders ist das, wenn sein Sohn Serge ein Konzert gibt. Wie eine TV-Dokumentation jüngst zeigte, fiebert der berühmte Geiger dann genauso mit, wie alle Eltern das in liebender Sorge um ihren musizierenden Nachwuchs tun. Dabei könnte man den berühmten Vater leicht beruhigen: So souverän, so technisch brillant und selbstbewusst in der musikalischen Gestaltung präsentiert sich der 1991 geborene Sohn, dass wahrhaftig nichts zu befürchten ist. Trotz seiner Jugend hat sich Serge Zimmermann schon bei größten Aufgaben bewährt; er musizierte mit Spitzenorchestern wie dem Philharmonia Orchestra, der Tschechischen Philharmonie sowie den Münchner und Bamberger Symphonikern. Sein USA-Debüt gab er im Frühjahr 2011 an der Seite des Pittsburgh Symphony Orchestra.
Für sein erstes Gastspiel bei den Duisburger Philharmonikern hat Serge Zimmermann das Violinkonzert des Amerikaners Samuel Barber gewählt, dessen üppig fließendes nachromantisches Melos sich am Ende in einem furiosen Perpetuum mobile entlädt. Da ist eine straffe Koordination mit dem Maestro gefragt – dem in Rom geborenen Giordano Bellincampi, der bereits als Kind nach Dänemark übersiedelte, wo er auch seine musikalische Ausbildung erhielt. Nach fünf Jahres als Chefdirigent der Kopenhagener Philharmoniker leitet er seit 2005 die Jutland Opera in Aarhus. Schumanns vierter Sinfonie stellt Bellincampi zwei Werke entgegen, die auf ganz unterschiedliche Weise Schluss machen mit dem klassischen Formdenken: Claude Debussy löst die musikalische Konstruktion in ein Spiel schimmernder Farben und subtiler Assoziationen auf; Anton Weberns flammend expressive Orchesterstücke sind im Grunde nichts als die Trümmer einer zersprengten sinfonischen Großform.

Giordano Bellincampi Dirigent

Serge Zimmermann Violine



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