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Rezensionen – „In Darkness Let Me Dwell“

Lieder und Ensemblemusik von John Dowland

Die Melancholie war im elisabethanischen England zur Regentschaft Königin Elisabeth I. ein geradezu alltägliches Phänomen. Süße Schwermut und sinnliche Traurigkeit galten als erstrebenswerte Seelenzustände. Kaum ein andere wusste dies besser in Musik umzusetzen als John Dowland. Hille Perl, die schon seit langem als Spezialistin für Gambenmusik gilt, gestaltete mit ihrem Mann, dem Lautenisten Lee Santana und den Musikerinnen ihres Ensembles, The Sirius Viols, ein stimmungsvolles Portrait des englischen Komponisten, dessen Musik nicht nur zutiefst berührt, sondern einzigartig zeitlos klingt. Klar und fast schwerlos sang Sopranistin Dorothee Mields die ausdrucksstarken Lieder, die von Trauer, Schmerz und Verlust erzählen und dennoch von einer stillen Seligkeit erfüllt waren. Höhepunkt war das getragene „In Darkness let me dwell“, ein Ode an die Melancholie in all ihrer Schönheit. Gedämpftes Licht und Kerzenschein im Saal unterstrichen die intime und sanfte Atmosphäre des Abends.

>> Rheinische Post
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